Wizz Air baut ihre Präsenz im Kosovo weiter aus und eröffnet im kommenden Winter eine Basis am internationalen Flughafen Prishtina „Adem Jashari“. Gleichzeitig erweitert die Billigfluggesellschaft ihr Streckennetz um drei neue Verbindungen nach Basel, Baden-Baden und Charleroi.
Die Flüge nach Basel und Baden-Baden starten am 16. November, die Verbindung nach Charleroi folgt einen Tag später. Basel wird täglich angeflogen, Baden-Baden viermal pro Woche und Charleroi dreimal wöchentlich.
Vorstellung der Pläne in Prishtina
Bei der Vorstellung der Ausbaupläne am Mittwoch kündigte Wizz Air an, einen Airbus A321neo mit 239 Sitzplätzen dauerhaft in Prishtina zu stationieren. Dadurch entstehen nach Unternehmensangaben 40 neue Arbeitsplätze in der kosovarischen Hauptstadt. Insgesamt investiert die Fluggesellschaft rund 100 Millionen US-Dollar in den neuen Standort.
„Mit der Eröffnung unserer Basis in Prishtina schaffen wir eine dauerhafte Präsenz im Kosovo. Wir stationieren einen Airbus A321neo, beschäftigen lokales Personal und bauen unser Streckennetz deutlich aus. Diese Investition von rund 100 Millionen US-Dollar ist ein klares Bekenntnis zum Standort Kosovo“, so Andras Szabo, Network Officer East bei Wizz Air, bei der Präsentation.
Mit den neuen Verbindungen wächst das Streckennetz von Wizz Air ab Prishtina auf insgesamt neun Destinationen. Bereits heute verbindet die Airline die kosovarische Hauptstadt mit Dortmund, Memmingen, Mailand-Malpensa, Rom-Fiumicino, Bratislava und London-Luton.
Kurti: Stärkung der europäischen Anbindung
Auch der geschäftsführende Premierminister Albin Kurti (LVV) bezeichnete die Eröffnung der neuen Basis bei der gestrigen Veranstaltung als wichtigen Meilenstein für den Kosovo.

„Die Entscheidung von Wizz Air, eine Basis am Flughafen Prishtina einzurichten, ist ein starkes Vertrauenssignal in den Kosovo als zunehmend attraktiven Investitionsstandort mit klaren Wachstumsperspektiven und großem Potenzial für eine stärkere Einbindung in die europäischen Verkehrs-, Handels- und Mobilitätsnetze. Entwicklungen wie diese stärken den Kosovo wirtschaftlich und strategisch. Sie schaffen neue Verbindungen, erleichtern die Mobilität und bringen unsere Diaspora näher an ihre Heimat„, so Kurti.
Flughafenbetreiber begrüßt Ausbau
Auch der Betreiber des Flughafens Prishtina begrüßte die Entscheidung. Gokhan Acikgoz, Geschäftsführer von Limak Kosovo International Airport, sprach von einem bedeutenden Schritt für die Entwicklung des Luftverkehrs im Kosovo.
„Wir danken der Regierung der Republik Kosovo und insbesondere Premierminister Albin Kurti für die kontinuierliche Unterstützung der Entwicklung des Luftfahrtsektors und ihr Engagement zur Stärkung der internationalen Anbindung des Kosovo“, sagte Acikgoz.
Zugleich betonte er, Limak sei stolz darauf, mit Partnern wie Wizz Air und dem stationierten Airbus A321neo den Flughafen weiterzuentwickeln und den Kosovo als attraktiven internationalen Luftverkehrsstandort zu stärken.
Regierung unterstützt Verbindungen zur Diaspora
Der Ausbau erfolgt wenige Monate nach der Entscheidung der kosovarischen Regierung, zwei Millionen Euro zur Förderung von Flugverbindungen in wichtige Diaspora-Ziele bereitzustellen. Mit dem Programm sollen bestehende Strecken gesichert und neue Verbindungen in Länder mit großen kosovarischen Gemeinschaften geschaffen werden.
Auf den neuen Routen trifft Wizz Air auf direkte Konkurrenz. GP Aviation betreibt ebenfalls eine Basis in Prishtina und fliegt sowohl Basel als auch Baden-Baden an. Die Strecke nach Basel wird zudem von easyJet und Chair Airlines bedient.
Drittgrößte Fluggesellschaft am Flughafen Prishtina
Wizz Air ist seit April 2017 im Kosovo aktiv und zählt heute nach GP Aviation und easyJet zur drittgrößten Fluggesellschaft am Flughafen Prishtina. Im vergangenen Jahr beförderte das Unternehmen auf seinen Verbindungen von und nach Prishtina rund 520.000 Passagiere – ein Anstieg von 23,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
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