Eine gemeinsame Hilfsaktion aus Oberösterreich unterstützt das Kantonalspital in Bihać: 45 elektrische Krankenhausbetten des Kepler Universitätsklinikums Linz wurden nach Bosnien und Herzegowina gebracht und an das Kantonale Krankenhaus „Dr. Irfan Ljubijankić“ übergeben.
Betten für das größte Krankenhaus des Kantons
Organisiert wurde die Spende von SOS Balkanroute und der Volkshilfe Oberösterreich. Das Kepler Universitätsklinikum stellte die 45 elektrischen Betten zur Verfügung, bei der Abwicklung vor Ort war auch das Rote Kreuz des Kantons Una-Sana beteiligt.
Die Betten sollen die Bedingungen für Behandlung und Aufenthalt von Patientinnen und Patienten verbessern. Das Krankenhaus in Bihać ist die zentrale medizinische Einrichtung des Kantons Una-Sana im Nordwesten Bosnien und Herzegowinas.
Für die Hilfsaktion mussten die Betten in Linz verladen, über mehrere hundert Kilometer nach Bihać transportiert und dort in das Krankenhaus gebracht werden. Beteiligt waren neben den organisierenden Hilfsorganisationen und dem Krankenhaus mehrere Speditionen, Fahrer und freiwillige Helfer. Unterstützt wurde die Aktion zudem von der Botschaft Bosnien und Herzegowinas in Wien. Als Initiator wird Christian Schörkhuber genannt.
SOS Balkanroute verweist auf langjähriges Engagement
„Diese 45 Betten zeigen, was möglich ist, wenn viele Menschen und Organisationen über Grenzen hinweg zusammenarbeiten. Es geht nicht um große Worte, sondern um konkrete Hilfe, die direkt bei den Patient*innen ankommt“, erklärte Petar Rosandić, Obmann von SOS Balkanroute, in einer Stellungnahme.
Rosandić verwies zugleich auf die besondere Rolle des Krankenhauses bei der Versorgung von Geflüchteten. Das Spital behandle seit Jahren auch Menschen, die nach Verletzungen im Zusammenhang mit Pushbacks medizinische Hilfe benötigten.
SOS Balkanroute ist eine 2019 in Wien gegründete österreichische Menschenrechts- und Hilfsorganisation, die sich insbesondere für Geflüchtete entlang der Balkanroute engagiert. Neben humanitärer Hilfe unterstützt die Organisation lokale Strukturen in den betroffenen Ländern und dokumentiert Menschenrechtsverletzungen an den EU-Außengrenzen.
redaktion/OTS
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