Raumfahrt

ONLINE VOTING | Montenegro greift nach den Sternen: Satellit „Luča“ braucht unsere Stimmen

Montenegros erster Satellit Luča steht im Finale eines internationalen Raumfahrtpreises.

Der erste montenegrinische Satellit „Luča“ mit Filip Jovičević, Gründer und CEO von Montenegro Space Research, und Nikola Perović, CEO und leitender Ingenieur. (© Montenegro Space Research)

Montenegro hat keinen Weltraumbahnhof, keine jahrzehntelange Raumfahrttradition und kein Milliardenbudget. Trotzdem steht der erste montenegrinische Satellit „Luča“ heute dort, wo ihn vor wenigen Jahren wohl kaum jemand erwartet hätte: im Finale eines internationalen Raumfahrtpreises – neben Projekten aus Ländern mit wesentlich größeren technologischen und finanziellen Ressourcen.

Jetzt kann auch die Öffentlichkeit mitentscheiden. Und wir finden: Luča verdient Unterstützung.

Der erste montenegrinische Satellit ist Finalist für den „Rookie of the Year Award 2026“ des American Institute of Aeronautics and Astronautics (AIAA). Die öffentliche Abstimmung läuft nur noch bis Mittwoch, 26. August, 7.59 Uhr mitteleuropäischer Zeit.

Montenegro Space Research (MSR), die Organisation hinter Luča, ruft deshalb die Bürger Montenegros, die Diaspora und Freunde des Landes weltweit dazu auf, ihre Stimme für das Projekt abzugeben.

Auch das Westbalkan Briefing schließt sich diesem Aufruf ausdrücklich an.

Ein kleiner Satellit gegen große Konkurrenz

Schon der Einzug ins Finale ist bemerkenswert. Luča ist ein kompakter 1U-CubeSat und konkurriert mit Raumfahrtprojekten, hinter denen erheblich größere Strukturen stehen.

Zu den Finalisten zählt nach Angaben von MSR unter anderem Al-Munther, der erste vollständig in Bahrain entwickelte Satellit. Der 3U-CubeSat entstand im Rahmen des nationalen Raumfahrtprogramms und verfügt unter anderem über eine Kamera zur Erdbeobachtung sowie Systeme für künstliche Intelligenz und Cybersicherheit.

Ebenfalls in der Konkurrenz befindet sich der australische ElaraSat MMS-1 von Gilmour Space Technologies – eine Satellitenplattform der Größenordnung von rund 100 Kilogramm für unterschiedliche Missionen im niedrigen Erdorbit.

Dass Luča in diesem Umfeld das Finale erreicht hat, wertet MSR als internationale Anerkennung für Montenegros noch jungen Einstieg in die Raumfahrt.

„Wenn wir sehen, mit wem Luča im Finale steht, wird noch deutlicher, was wir erreicht haben. Unser erster 1U-CubeSat befindet sich auf Augenhöhe mit wesentlich größeren und teureren Raumfahrtprojekten“, sagt Filip Jovićević, Gründer und Direktor von Montenegro Space Research.

Für ein Land, das gerade erst seinen ersten Schritt in den Weltraum gemacht habe, sei bereits die Finalteilnahme ein enormer Erfolg. Doch Jovićević will mehr: „Wenn wir schon so weit gekommen sind, wollen wir versuchen, bis zum Ende zu gehen. Deshalb brauchen wir jetzt die Unterstützung Montenegros und unserer Menschen auf der ganzen Welt.“

So können Sie für Luča stimmen

Die Abstimmung erfolgt über die offizielle Umfrage. Dort muss die Kategorie „Rookie of the Year Award“ ausgewählt und anschließend „LUCA – Montenegro Space Research (Montenegro)“ gesucht werden. Als höchste Unterstützungsstufe kann „Standing Ovation“ gewählt werden. Wichtig: Erst mit „FINISH SURVEY“ am Ende wird die Stimme tatsächlich übermittelt.

HIER können Sie Ihre Stimme für Luča abgeben

Das öffentliche Voting entscheidet nicht allein über den Sieger. Die endgültige Entscheidung trifft das AIAA Small Satellite Technical Committee unter Berücksichtigung der Abstimmungsergebnisse.

Der Gewinner soll am Mittwoch im Rahmen der 40. Small Satellite Conference in Salt Lake City im US-Bundesstaat Utah bekannt gegeben werden.

Warum wir unsere Leser zum Mitmachen aufrufen

Luča ist mehr als ein montenegrinisches Prestigeprojekt. Der Satellit steht für etwas, das auf dem Westbalkan noch viel zu selten internationale Aufmerksamkeit bekommt: junge Menschen, wissenschaftlicher Ehrgeiz, technologische Ambition und die Überzeugung, dass auch kleine Länder anspruchsvolle Projekte verwirklichen können.

Wer Innovation, Wissenschaft und technologische Entwicklung im Westbalkan unterstützen will, kann mit wenigen Klicks ein Projekt sichtbar machen, das bereits bewiesen hat, dass die Größe eines Landes wenig darüber aussagt, wie groß seine Ambitionen sein dürfen.

Luča hat das Finale erreicht. Jetzt braucht der erste montenegrinische Satellit Stimmen.

Also: abstimmen – und Montenegro ein Stück näher zu den Sternen bringen.

HIER können Sie Ihre Stimme für Luča abgeben

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