Die österreichische Bundesregierung hat ein gezieltes Arbeitsmarktkontingent für Arbeitskräfte aus dem Westbalkan beschlossen. Mit dem sogenannten Westbalkankontingent sollen ab Herbst 2025 bis zu 2.500 zusätzliche Saisonarbeitskräfte aus den Ländern Bosnien und Herzegowina, Kosovo, Montenegro, Nordmazedonien sowie Serbien in Österreich beschäftigt werden können. Die neue Regelung soll insbesondere dem heimischen Tourismus helfen, den akuten Fachkräftemangel zu überbrücken und Planbarkeit vor der Wintersaison 2025 sicherstellen.
Westbalkan-Regelung orientiert sich am deutschen Modell
Die neue Maßnahme ist Teil einer breiter angelegten Fachkräftestrategie und orientiert sich an der in Deutschland seit Jahren etablierten „Westbalkanregelung“, die dort als wichtiger Baustein zur Deckung des Arbeitskräftebedarfs gilt. Konkret ermöglicht die österreichische Regelung Personen aus den genannten Ländern, mit einem verbindlichen Arbeitsplatzangebot in einem heimischen Betrieb rechtmäßig in Österreich zu arbeiten. Die entsprechende Verordnung soll im September 2025 in Kraft treten. In Kombination mit der bereits beschlossenen Erhöhung des allgemeinen Saisonkontingents von 4.985 auf 5.500 Stellen bedeutet das eine bedeutende Ausweitung der Möglichkeiten für österreichische Tourismusbetriebe.
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