EU-Erweiterung

Merz fordert EU-Beitritt Montenegros bis 2030 – klare Absage an Paketlösung

Deutschlands Bundeskanzler Friedrich Merz (links) wird am 28. Juli 2026 in Dublin vom irischen Premierminister Micheál Martin empfangen. Bei dem Besuch sprach sich Merz erneut für einen eigenständigen EU-Beitritt Montenegros ohne Kopplung an andere Westbalkanstaaten aus. (© Bundesregierung/Sandra Steins)

Deutschlands Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat Überlegungen zurückgewiesen, den EU-Beitritt Montenegros an Fortschritte anderer Westbalkanstaaten zu koppeln. Bei einem Besuch in Dublin betonte Merz, Montenegro habe die Beitrittskriterien weitgehend erfüllt und dürfe nicht in eine Warteschleife geschickt werden, nur weil andere Kandidaten noch nicht so weit seien.

„Den Beitritt der Westbalkanstaaten müssen wir vorantreiben. Auch dafür habe ich diesmal zusammen mit Emmanuel Macron Vorschläge gemacht. Am weitesten vorangeschritten ist Montenegro. Wir sollten Montenegro daher nicht in die Warteschleife schicken, indem wir es im Paket mit anderen behandeln. Montenegro sollte bis zum Ende des Jahrzehnts Mitglied der Europäischen Union werden“, erklärte Merz bei der Pressekonferenz. Sein Ziel sei ein EU-Beitritt Montenegros bis zum Ende des Jahrzehnts.

Hintergrund sind Forderungen einzelner EU-Mitgliedstaaten, Montenegro gemeinsam mit Serbien aufzunehmen. Belgrad liegt bei der Umsetzung der EU-Reformen derzeit jedoch deutlich hinter Podgorica zurück.

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