Österreich hat das Konzept für seinen Pavillon bei der EXPO 2027 in Belgrad präsentiert. Das Siegerprojekt trägt den Titel „Join the Flow“ und stellt die Donau als verbindendes Element zwischen Österreich und Serbien in den Mittelpunkt. Neben der architektonischen Gestaltung soll der Pavillon vor allem als Plattform für Wirtschaft, Innovation und internationale Kooperation dienen.
„Join the Flow“ gewinnt EU-weites Auswahlverfahren
Das Konzept wurde im Rahmen eines zweistufigen EU-weiten Wettbewerbs ausgewählt. Verantwortlich für den österreichischen Auftritt sind facts and fiction, ZONE Media und PLANET architects, die bereits über umfangreiche Erfahrung bei internationalen Expo-Projekten verfügen.
Im Zentrum des Pavillons steht die Donau als gemeinsame Lebensader Europas. Sie soll die wirtschaftlichen, kulturellen und gesellschaftlichen Verbindungen zwischen Österreich und Serbien symbolisieren und zugleich für Vernetzung, Partnerschaft und Zukunftsorientierung stehen.

Nach Angaben der Organisatoren versteht sich der Pavillon nicht als klassische Ausstellung, sondern als interaktive Plattform für den Austausch zwischen Unternehmen, Forschungseinrichtungen, Institutionen und internationalen Partnern.
Innovation Lab präsentiert österreichische Technologien
Herzstück des Pavillons wird ein Innovation Lab, in dem österreichische Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Institutionen ihre Lösungen für zentrale Zukunftsthemen präsentieren. Im Fokus stehen unter anderem Green Tech, Digitalisierung, Energie, Mobilität und Bildung. Damit soll Österreich seine technologische Leistungsfähigkeit und Innovationskraft einem internationalen Publikum präsentieren.
Wirtschaftlicher Fokus auf Serbien und Südosteuropa
Für die österreichische Bundesregierung besitzt die EXPO 2027 vor allem wirtschaftspolitische Bedeutung. Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP) verwies darauf, dass bereits mehr als 800 österreichische Unternehmen in Serbien tätig seien. Gleichzeitig bestehe bis 2029 ein zusätzliches Exportpotenzial von mehr als 400 Millionen Euro. Die gesamte Westbalkanregion zählt zu den dynamischsten Zukunftsmärkten Europas.
Die Weltausstellung solle daher genutzt werden, um neue Geschäftsbeziehungen aufzubauen, Investitionen zu fördern und Österreich als Innovations- und Technologiestandort international sichtbar zu machen.
Flow2Expo begleitet Unternehmen über Jahre
Parallel zum Pavillon startet die Wirtschaftskammer Österreich mit Flow2Expo ein umfangreiches Begleitprogramm für Unternehmen.
Geplant sind Delegationsreisen, Fachveranstaltungen, Workshops, Webinare sowie Business-Plattformen vor, während und nach der EXPO. Ziel ist es, österreichische Unternehmen bei der Erschließung neuer Märkte in Serbien und der gesamten Westbalkanregion zu unterstützen sowie langfristige Partnerschaften aufzubauen.
Ergänzt wird das Programm durch Kultur- und Bildungsveranstaltungen sowie Netzwerkformate, die Österreich als modernen Wirtschafts- und Kulturstandort präsentieren sollen.
EXPO 2027 als strategisches Projekt für den Westbalkan
Die EXPO 2027 findet vom 15. Mai bis 15. August 2027 unter dem Motto „Play for Humanity – Sport and Music for All“ in Belgrad statt. Sie ist die erste spezialisierte Weltausstellung, die jemals in der Westbalkanregion ausgerichtet wird.

Erwartet werden rund 4,1 Millionen Besucher sowie mehr als 130 teilnehmende Staaten und internationale Organisationen. Für Österreich gilt die Veranstaltung als strategisches Projekt zur Vertiefung der wirtschaftlichen Beziehungen mit Serbien und Südosteuropa.
Mit dem Konzept „Join the Flow“ verbindet Wien den architektonischen Auftritt mit einer langfristigen Wirtschaftsstrategie. Der österreichische Pavillon soll nicht nur die Innovationskraft des Landes präsentieren, sondern die EXPO als Ausgangspunkt für neue Investitionen, Kooperationen und wirtschaftliche Partnerschaften in einer der dynamischsten Wachstumsregionen Europas nutzen.
redaktion/OTS