Wie die schwedische Regierung am Freitag mitteilte, wird der derzeitige EU-Botschafter in Serbien, Andreas von Beckerath, zum Jahreswechsel Generaldirektor und Behördenchef des neu geschaffenen schwedischen Auslandsnachrichtendienstes.
Von Beckerath war erst im August 2025 zum EU-Botschafter in Serbien ernannt worden und wird Belgrad damit nach rund eineinhalb Jahren wieder verlassen. Seine neue Amtszeit beginnt am 1. Jänner 2027 und ist zunächst bis Ende 2032 vorgesehen.
Zuvor war der schwedische Diplomat Botschafter seines Landes in Warschau und Kiew sowie Leiter des Referats für Osteuropa und Zentralasien im schwedischen Außenministerium. Er war zudem an den schwedischen Auslandsvertretungen in Moskau, Bukarest, London und New York tätig.
Neue schwedische Auslandsaufklärung
Mit der Ernennung übernimmt von Beckerath eine zentrale Rolle beim Aufbau einer neuen schwedischen Institution. Die „Sveriges utrikes underrättelsetjänst“ (UND) soll die Sicherheit Schwedens und schwedische Interessen schützen sowie externe Bedrohungen erkennen, identifizieren und frühzeitig vor ihnen warnen.
Der Dienst soll Auslandsnachrichten durch Beschaffung, Verarbeitung und Analyse von Informationen gewinnen. Vorgesehen ist zudem die kontinuierliche Entwicklung und Anwendung neuer Technologien und Methoden. Eine besondere Fähigkeit soll die Auswertung öffentlich zugänglicher Informationen sein.
Schwedens Außenministerin Maria Malmer Stenergard erklärte laut Regierungsaussendung, von Beckerath und seine künftige Stellvertreterin Annika Brändström verfügten über umfassende Erfahrungen in der Außen- und Sicherheitspolitik. Sie seien daher besonders geeignet, die neue Organisation aufzubauen und ihre Fähigkeiten kurz- und langfristig zu stärken.
Brändström ist derzeit als Sonderermittlerin mit der Vorbereitung der neuen Behörde beauftragt. Zuvor war sie stellvertretende nationale Sicherheitsberaterin und hatte mehrere führende Funktionen im schwedischen Regierungsapparat in den Bereichen Krisenmanagement, Sicherheit und Vorsorge inne.
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